Sahara Wüstencamp Marokko

Es ist ein eigenartiges Gefühl! Ein bisschen wie die Ankunft auf einer einsamen Insel, die, geschützt vor den unbändigen Wüstenwinden, am Fuß einer riesigen Düne liegt.  Wir seufzen. Es ist unmittelbar vor Sonnenuntergang, wir sind müde, hungrig, durstig.

 

Wie ein Versprechen liegt das Camp in der Dämmerung vor unseren Füßen und grüßt schweigend herüber, während wir die letzte Düne herab steigen. Hier ist Heimat, hier herrscht Behaglichkeit und Ruhe. Um einen unsichtbaren Mittelpunkt gebaut heißen uns die behaglichen Zelte mit der kleinen Umzäunung drum herum, den frisch gepflanzten Palmen und der liebevollen Ausstattung mit Teppichen und allem, was der Gemütlichkeit dient, willkommen. Tief aufatmend lassen wir uns auf die großen Sitzpolster fallen, die sich um einen kleinen Tisch in der Mitte des Camps scharen. Teppiche liegen auf dem Sand verteilt, an den Eingängen in den Zelten hängen ebenfalls Teppiche. Drinnen gähnen schon die Betten mit ihren dicken Kamelhaardecken, unter denen die kalte Wüstennacht gerne kommen mag. Alles ist einfach, aber zweckmäßig und als wir von den unvergleichlichen Berbern unseren Minztee bekommen, die suchtauslösenden Nüsse und frische Oliven, sinken wir befreit in die ersten tiefen Schatten. Laternen werden angezündet und werfen ihr warmes Licht wie einen Abschiedsgruß in die unendliche Stille hinaus. Bis morgen! Und aus der Wüste scheint es zu flüstern: „Ja! Bis morgen auf neue Begegnung ….!“

 

Der Abend ist der Gemeinsamkeit gewidmet. Während es aus dem Kochzelt verführerisch duftet, reden und lachen wir, erzählen uns die Eindrücke des Tages, schweigen zusammen, rauchen und trinken den köstlichen Minztee, der nirgends so schmeckt wie hier in Marokko. Über unseren Köpfen blüht indessen ein Naturereignis auf – der Sternenhimmel! Aus dem samtenen Mantel der Nacht schälen sich Lichtpunkte ohne Zahl, verneigen sich, beginnen zu strahlen, schimmern, glänzen und wuchern dicht an dicht wie wilder Mohn auf einem verlassenen Feld. In leisem Gang vereinen sich die ungezählten Sterne in der immer tiefer werdenden Dunkelheit mit dem milchweißen Band unserer Himmelsstraße und werden schließlich zu einem atemberaubenden Reigen an Hoheit, Würde, Macht. Und je heller die Sterne tönen, desto stiller werden wir, die plötzlich so klein geworden sind angesichts der gewaltigen Größe über uns.

Erst als wir gegessen haben, berühren unsere Füße wieder den Boden. Die Berber holen ihre Trommeln hervor und fügen mit fliegenden Händen ihren eigenen urtümlichen Rhythmus jener nächtlichen Macht hinzu, die uns im Zauberkreis des Camps schützt. Unsere einfachen Betten werden zu sterngekrönten Lagern, auf denen wir schlafen wie Prinzen und Könige der Wüste in unserem Wüstencamp in der Sahara.

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© Rita Richter für NOSADE 2015

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